Das Handelsblatt Research Institute (HRI) hat zum siebten Mal die renommiertesten Fondsmanager der Branche in fünf Kategorien ermittelt. Die aktuelle Erhebung für das Ranking 2026 zeigt, dass viele bewährte Überflieger ihre Erfolge aus den Vorjahren bestätigen konnten und aktive Manager, insbesondere in spezifischen Segmenten, die Benchmark deutlich übertreffen. Ein Paradebeispiel hierfür sind die Schwellenländermärkte, die nach einer langen Durststrecke wieder in den Fokus rücken und herausragende Renditen ermöglichen.
Wiedererstarkte Schwellenländer als Renditetreiber
Nach einer Phase von 2011 bis 2024, in der die Börsen der Schwellenländer weit hinter den Industriestaaten zurückblieben und mit Emerging-Markets-Aktienfonds wenig zu gewinnen war, hat sich das Blatt gewendet. Die einstigen Hotspots für Börsianer, insbesondere die BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China, die nach der Jahrtausendwende Anleger in ihren Bann zogen, erleben eine bemerkenswerte Renaissance. In den vergangenen drei Jahren übertrafen die Schwellenländermärkte sogar die ohnehin erfolgreichen Industriestaaten. Der Emerging-Markets-Kursindex verzeichnete in diesem Zeitraum durchschnittlich ein beeindruckendes Plus von 20,3 Prozent pro Jahr.
Exzellente Fondsmanager schlagen ETFs deutlich
Obwohl die globalen Börsen seit nunmehr vier Jahren einen Aufwärtstrend verzeichnen und Anleger mit passiven ETF-Fonds auf wichtige Indizes grundsätzlich gute Ergebnisse erzielen konnten, war laut Dennis Huchzermeier, Finanzmarktexperte beim Handelsblatt Research Institute, “deutlich mehr” möglich. Er betont, dass Anleger, die auf die besten aktiven Fondsmanager gesetzt hätten, wesentlich höhere Renditen erzielt hätten. Diese Experten hätten in ihren Anlagesegmenten die Ergebnisse vergleichbarer ETFs zum Teil erheblich übertroffen, was die These untermauert, dass aktive Strategien in bestimmten Marktphasen und -segmenten einen klaren Vorteil bieten.
Ein herausragendes Beispiel für diese Überlegenheit ist Liu-Er Chen. Mit dem „Nomura Emerging Markets“ Fonds erreichte Chen eine beeindruckende jährliche Performance von sage und schreibe 44,3 Prozent. Damit übertraf er die Benchmark um satte 24 Prozentpunkte pro Jahr – ein klares Indiz für die Wertschöpfung durch aktives Management und fundierte Expertise, die weit über den Marktdurchschnitt hinausgeht.
Die Ergebnisse des aktuellen Rankings unterstreichen die anhaltende Bedeutung und das Potenzial von erfahrenen Fondsmanagern. In einem Marktumfeld, das zwar generell positiv ist, aber dennoch spezifische Herausforderungen und Chancen birgt, können die besten aktiven Manager einen signifikanten Mehrwert generieren, der über die breite Marktentwicklung hinausgeht. Für Anleger, die überdurchschnittliche Renditen anstreben, bleibt die sorgfältige Auswahl solcher bewährten Überflieger ein entscheidender Faktor für den langfristigen Anlageerfolg.


