Wirtschaft

Trump und Xi: Handelsfrieden hält, aber tiefere Probleme bleiben

Trump und Xi: Handelsfrieden hält, aber tiefere Probleme bleiben

Präsident Donald Trump wird diese Woche in Peking mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping zusammentreffen, ein Gipfeltreffen, das darauf abzielt, die wirtschaftliche Stabilität zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt zu wahren. Trotz Trumps Behauptungen, dass Amerika von seiner Handelsbeziehung mit China profitiere, bestehen erhebliche Spannungen über kritische Themen wie Seltene Erden, Zölle und aufstrebende Technologien wie künstliche Intelligenz fort.

Handelsfrieden soll halten, moderate Gewinne erwartet

Das bevorstehende Gipfeltreffen konzentriert sich hauptsächlich auf die Aufrechterhaltung des aktuellen wirtschaftlichen Gleichgewichts, wobei moderate politische Ankündigungen erwartet werden. Ein im Oktober geschlossener Handelsfrieden wird voraussichtlich verlängert. China könnte auch seine Absicht signalisieren, seine Käufe von amerikanischen Agrarprodukten wie Sojabohnen sowie Rindfleisch und Boeing-Flugzeugen zu erhöhen. US-Beamte haben zudem die mögliche Schaffung eines ‚Handelsrats‘ angedeutet, um den fortlaufenden Dialog über Wirtschaftsfragen zu fördern.

Brett Fetterly, ein leitender Geschäftsführer bei der auf China spezialisierten Beratungsfirma The Asia Group, kommentierte, dass für einige innerhalb der Trump-Administration ‚das Ergebnis, das wichtiger ist als jede Reihe von Liefergegenständen, Stabilität und Raum für fortgesetztes Engagement ist, sowohl um die heimische Widerstandsfähigkeit aufzubauen als auch um zukünftige Deal-Abschlüsse zu erleichtern.‘ Dieses Engagement wird als grundlegender Schritt zur Bewältigung des breiteren Wettbewerbs zwischen den USA und China angesehen, der durch Vergeltungszölle, das Rennen um die Vorherrschaft in KI und Elektrofahrzeugen sowie geopolitische Ereignisse wie den Iran-Krieg erschwert wird.

Wirtschaftliche Realitäten widersprechen optimistischen Behauptungen

Trotz Präsident Trumps Behauptungen über gestiegene amerikanische Gewinne aus dem Handel mit China deuten aktuelle Daten des U.S. Census Bureau auf einen gegenteiligen Trend hin. China kaufte im vergangenen Jahr fast 50 Milliarden Dollar weniger amerikanische Produkte als im Jahr 2022. Dieser Rückgang ist teilweise auf Pekings Einstellung der Sojabohnen-Käufe während des Handelskriegs im letzten Jahr zurückzuführen. Die Trump-Administration hat ihr Engagement zur Unterstützung amerikanischer Landwirte und Hersteller betont, indem sie höhere chinesische Importe aus den USA fördert, mit dem Ziel, das Handelsungleichgewicht weiter zu verringern, das sich im letzten Jahr auf 202 Milliarden Dollar belief.

Die Wirtschaftslandschaft hat sich verändert, da die Vereinigten Staaten inzwischen mehr Waren aus Taiwan als aus China importieren. Diese Verschiebung wird durch das sich intensivierende KI-Rennen beeinflusst, das US-Unternehmen dazu veranlasst hat, Computerchips und Server von der selbstverwalteten Insel zu beziehen. Darüber hinaus leitet China seine in die USA gerichteten Produkte über andere asiatische Länder um, während amerikanische Unternehmen ihre Lieferketten für Elektronik in Länder wie Vietnam und Indien verlagert haben. Daten, die von Chad Bown, einem Senior Fellow am Peterson Institute for International Economics, analysiert wurden, zeigen, dass Chinas Anteil an den in die USA importierten Waren von 22 % zu Beginn von Trumps erster Amtszeit im Jahr 2017 auf nur noch 7,5 % im ersten Quartal dieses Jahres gesunken ist.

Ein neuer Rat für Handelsgespräche

US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer hat den potenziellen Wert eines ’neuen Regierungs-zu-Regierungs-Handelsrats‘ hervorgehoben, wie in einem Gespräch am 30. April mit dem chinesischen Vize-Premierminister He Lifeng erörtert wurde. Dieser Rat könnte den Handel mit Waren erleichtern, die keine nationalen Sicherheitsbedenken aufwerfen, wie z. B. Agrarprodukte, während sensible Technologien wie Computerchips ausgeschlossen würden. Die Initiative zielt darauf ab, Streitbeilegungen zu erleichtern und die amerikanischen Exportbemühungen nach China zu stärken. Sie könnte auch als Alternative zu aggressiven Zollerhöhungen dienen, die logistische und rechtliche Herausforderungen mit sich gebracht haben. Der Oberste Gerichtshof hatte zuvor Trumps einseitige Zollbefugnis abgelehnt, und nachfolgende Ersatz-Zölle wurden von einem Bundesgericht als illegal eingestuft.

Der vorgeschlagene Handelsrat, zusammen mit einem Investitionsforum zur Erörterung grenzüberschreitender Finanzierungen, würde die Zustimmung beider Länder im Inland erfordern. Die Schaffung eines solchen Rates könnte laut Regierungsbeamten den Handel im Wert von zig Milliarden Dollar verwalten.

Unterschiedliche strategische Prioritäten werfen lange Schatten

Der Erfolg des Gipfeltreffens hängt davon ab, grundlegende Unterschiede in den strategischen Prioritäten zu überwinden. Präsident Trump scheint sich auf das Handelsungleichgewicht zu konzentrieren und vertraut auf Amerikas KI-Fähigkeiten. Umgekehrt sieht Xi Jinping globale Veränderungen, die durch den Klimawandel und den Iran-Krieg vorangetrieben werden, als Chancen, chinesische Technologien wie Solarzellen und Elektrofahrzeuge voranzutreiben.

Michael Sobolik, ein Senior Fellow am Hudson Institute, beobachtet, dass Washington und Peking auf unterschiedlichen Ebenen und in unterschiedlichen Bereichen mit unterschiedlichen Siegertheorien konkurrieren. Er meint, Trump habe Zölle als Hebel für Handelsabkommen genutzt, während Xi auf einen langfristigen Sieg im Kalten Krieg abzielt.

Der anhaltende Konflikt im Zusammenhang mit dem Iran schaffe auch einen Wendepunkt auf den Energiemärkten, so Ali Wyne von der International Crisis Group. Die US-Regierung erwartet eine fortgesetzte globale Abhängigkeit von Öl und Erdgas, während China die Energiepreisvolatilität, die durch Störungen in der Straße von Hormus verschärft wird, als Katalysator für seine Energiewende und Industriestrategie betrachtet.

Anhaltende Herausforderungen jenseits des Handels

Mehrere zugrundeliegende Probleme drohen, positive Ergebnisse des Gipfeltreffens zu überschatten:

  • Seltene Erden: Chinas Dominanz im Abbau und der Verarbeitung von Seltenen Erden, die für Elektronik unerlässlich sind, bleibt ein erhebliches Problem. Die USA investieren in die Entwicklung eigener Produktionskapazitäten, eine langfristige Strategie.
  • Fortschrittliche Computerchips: Die Bemühungen der USA, Chinas Zugang zu modernsten Computerchips, die für die KI-Entwicklung entscheidend sind, einzuschränken, bleiben ein Streitpunkt.
  • Automobilsektor: Chinas rasant wachsende Autoexporte, insbesondere Elektrofahrzeuge, die zu wettbewerbsfähigen Preisen verkauft werden, stellen eine Herausforderung für etablierte globale Automobilhersteller dar.
  • Zölle und rechtliche Herausforderungen: Nach der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zu Zöllen prüft die US-Regierung neue Wege, wie z. B. nationale Sicherheitsuntersuchungen, um Zölle zu erheben, die rechtlichen Anfechtungen standhalten könnten.
  • Sanktionen und geopolitische Streitigkeiten: US-Sanktionen gegen chinesische Unternehmen, die am Transport iranischen Öls beteiligt sind, haben eine scharfe Reaktion Pekings hervorgerufen. Die beiden Länder sind auch in Streitigkeiten über die Verwaltung des Panamakanals verwickelt.

Das bevorstehende Gipfeltreffen in Peking bietet eine Gelegenheit, unmittelbare Handelsspannungen abzubauen, aber die tief verwurzelten strukturellen Reibungen zwischen den Vereinigten Staaten und China nehmen weiter zu, was darauf hindeutet, dass nachhaltige Stabilität die Bewältigung dieser komplexen, vielschichtigen Herausforderungen erfordern wird.

Dieser Artikel wurde mithilfe von KI auf Basis öffentlich zugänglicher Finanzdaten erstellt. Die Informationen können Ungenauigkeiten enthalten. Dies ist keine Finanzberatung. Konsultieren Sie vor Anlageentscheidungen stets einen qualifizierten Finanzberater.
Schlagworte: Geopolitik Trump-Administration us-china trade xi jinping Zölle

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