Das starke Comeback der Tech-Aktien hat viele Investoren überrascht. Doch für Marcel Oldenkott, Co-Investmentchef des Berliner Vermögensverwalters BIT Capital, ist diese Rally noch lange nicht am Ende. Im Gegenteil, Oldenkott sieht „alle Anzeichen auf weitere Beschleunigung“ und warnt davor, dass die bevorstehende „Token-Explosion“ noch nicht vollständig in den aktuellen Marktpreisen reflektiert sei.
Die Token-Explosion und KI-Nachfrage
Im Podcast Handelsblatt-Invest erläuterte der Tech-Investor seine These. Die von ihm genannte „Token-Explosion“ bezieht sich auf die massiv steigende Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI). Diese Entwicklung treibt die Nachfrage nach Rechenleistung in einem Maße an, das die bisherigen Erwartungen übertreffen könnte und somit eine fundamentale Beschleunigung für den Technologiesektor darstellt.
Oldenkott betont, dass die Auswirkungen dieser Entwicklung noch nicht adäquat in den Bewertungen der Unternehmen eingepreist sind. Obwohl die Krise bei Softwareaktien nach wie vor nicht vollständig ausgestanden sei, überwiegen die positiven Impulse, die von der zunehmenden KI-Adaption ausgehen. Die massiven Investitionen und der Bedarf an Infrastruktur, die durch die KI-Revolution ausgelöst werden, bilden die Grundlage für eine anhaltende Aufwärtsdynamik.
Für Anleger bedeutet dies, dass der Technologiesektor weiterhin ein hohes Potenzial für Wertsteigerungen bietet, da die strukturellen Veränderungen durch KI die Nachfrage nach spezialisierten Dienstleistungen und Hardware weiter ankurbeln werden. Die Einschätzung von BIT Capital unterstreicht die Notwendigkeit, die langfristigen Auswirkungen der technologischen Transformation auf die Märkte genau zu beobachten.


