Weltwirtschaft

Golf-Garnelenfischer kämpfen gegen explodierende Treibstoffkosten und Importflut

Golf-Garnelenfischer kämpfen gegen explodierende Treibstoffkosten und Importflut

PORT SULPHUR, La. — Die Golf-Garnelenindustrie, seit Generationen ein Eckpfeiler der regionalen Wirtschaft, sieht sich einer beispiellosen Wirtschaftskrise gegenüber, da steigende Treibstoffkosten mit einem von billigen Importen überschwemmten Markt kollidieren. Garnelenfischer, die bereits mit minimalen Margen arbeiten, fordern nun dringende Intervention des Kongresses, um ihr Überleben zu sichern.

Treibstoffkosten explodieren, zwingen Fischer an Land

Für den erfahrenen Garnelenfischer Acy Cooper sind die wirtschaftlichen Belastungen so gravierend geworden, dass sein Hauptschiff, die Lacy Kay, ein 1983 nach seiner Frau und Tochter benannter 31-Fuß-Trawler, im Hafen von Venice, Louisiana, festgemacht bleibt. Cooper, der seit seinem 15. Lebensjahr Garnelen fischt, musste einen Zweitjob annehmen, bei dem er Ölarbeiter zu Offshore-Plattformen transportiert – eine deutliche Abkehr von seinen Jahrzehnten als Bootsbesitzer.

„Ich verdiene Geld“, erklärte Cooper, „Nicht so viel, wie ich verdienen würde, aber man nimmt, was man kriegen kann.“

Der unmittelbare Auslöser für diese Veränderung ist ein dramatischer Anstieg der Dieselpreise, die innerhalb von nur drei Monaten von etwa 3,50 Dollar pro Gallone auf über 5 Dollar stiegen, was einer Erhöhung von mehr als 50% entspricht. Dieser Anstieg, der dem Krieg mit dem Iran und der Schließung der Straße von Hormus zugeschrieben wird, stellt eine existenzielle Bedrohung für eine bereits stark angeschlagene Industrie dar. Cooper bemerkte: „Man kann in dieser Garnelensaison nicht genug Geld verdienen, um über die Runden zu kommen. Also müssen wir unseren Lebensunterhalt auf andere Weise ergänzen.“

Um überhaupt die Kosten zu decken, benötigt Cooper nun einen Fang von mindestens tausend Pfund Garnelen pro Fahrt, ein Ziel, das aufgrund von Umweltfaktoren wie einer Kaltfront im Mai, die viele Garnelen ins offene Meer trieb, und der Küstenerosion, die wichtige Marschlandgebiete reduziert, immer schwieriger zu erreichen ist.

Jahrzehntelange Markterosion und kollabierende Preise

Die aktuelle Treibstoffkrise verschärft einen langfristigen Rückgang auf dem heimischen Garnelenmarkt, der hauptsächlich durch eine Flut billigerer, in Ländern wie Indien und Ecuador gezüchteter Importe verursacht wird. Bis 2023 machten diese Importe laut einem Bericht der NOAA über 90% des amerikanischen Garnelenkonsums aus.

Der Anteil der US-Golf-Flotte am heimischen Markt ist von fast 30% im Jahr 1984 auf magere 4,5% im Jahr 2023 gesunken. Diese Marktverschiebung hatte verheerende Auswirkungen auf die Preise am Kai. Inflationsbereinigt sind die Preise von über sechs Dollar pro Pfund vor vierzig Jahren auf unter zwei Dollar im Jahr 2023 gefallen, ein Allzeittief. Infolgedessen halbierte sich der Umsatz mit Golf-Garnelen zwischen 2021 und 2023 von 489 Millionen Dollar auf 221 Millionen Dollar.

Diese brutale Wirtschaftslage hat die Reihen der heimischen Garnelenfischer dezimiert. Louisiana, das Mitte der 1980er Jahre fast 20.000 Garnelenfischer zählte, hat heute weniger als 1.400.

Branchenweiter Druck und legislative Appelle

Blake Price, Direktor der Southern Shrimp Alliance, einer Organisation, die sich für kommerzielle Garnelenfischer von North Carolina bis Texas einsetzt, betont, dass die Industrie bereits vor der jüngsten Treibstoffkrise in einer prekären Lage war. „Diese Industrie könnte erhöhte Treibstoffkosten viel besser verkraften, wenn unsere Märkte stark wären und nicht mit ausländischen, gezüchteten Produkten überschwemmt worden wären“, erklärte Price.

Es gab im letzten Jahr kurze Anzeichen einer Erholung, als importierte Garnelen den Zöllen von Präsident Trump unterlagen, was zu einem leichten Anstieg der Preise am Kai führte. Dies ermutigte einige Garnelenfischer, über den Winter in ihre Schiffe zu reinvestieren, in Erwartung einer erfolgreicheren Frühjahrssaison. Der anschließende Anstieg der Treibstoffpreise machte diese Gewinne jedoch zunichte.

Die Betriebskosten für größere Offshore-Gefrierschiffe sind enorm; eine einzige 30-tägige Fahrt kann zwischen 9.000 und 12.000 Gallonen Diesel erfordern. Price zitierte einen Betreiber aus Alabama, der berichtete, 47.000 Dollar für Treibstoff ausgegeben zu haben, bevor er überhaupt den Hafen verließ – eine Erhöhung um 20.000 Dollar gegenüber dem Vorjahr.

Forderung nach gleichen Wettbewerbsbedingungen von Washington

Als Reaktion auf die eskalierende Krise drängen die Garnelenfischer Washington aktiv auf Hilfe. Zu den wichtigsten legislativen Bemühungen gehört der „Save Our Shrimpers Act“, der das Repräsentantenhaus mit breiter Unterstützung passiert hat und derzeit im Senat auf Maßnahmen wartet. Dieses Gesetz zielt darauf ab, zu verhindern, dass US-Steuergelder ausländische Garnelenzuchtbetriebe subventionieren, die direkt mit amerikanischen Fischern konkurrieren.

Zusätzlich hat das USDA kürzlich ein neues Amt für Meeresfrüchte eingerichtet, von dem Price hofft, dass es den Weg für Hilfsprogramme ebnen wird, die traditionell landwirtschaftlichen Betrieben zur Verfügung standen, aber der Fischereiindustrie historisch nicht zugänglich waren. „Wir bitten nicht um Schecks oder eine Auszahlung“, stellte Price klar. „Wir wollen nur gleiche Wettbewerbsbedingungen.“

Acy Cooper, der über seine Jahrzehnte auf See und seine derzeitige Notwendigkeit, sein Einkommen aufzubessern, nachdachte, wiederholte diese Forderung. Während er sich darauf vorbereitete, eine weitere Gruppe von Ölarbeitern zu transportieren, war seine Botschaft an Washington direkt: „Helft uns mit diesen Treibstoffpreisen. Wir sind Bauern des Meeres. Wir wollen etwas, worauf wir zurückgreifen können, wenn so etwas passiert, damit auch wir versorgt werden.“

Bis sich bedeutsame Änderungen ergeben, wird die Lacy Kay in Venice festgemacht bleiben, ein stilles Zeugnis der schweren wirtschaftlichen Gegenwinde, die die Garnelenfischergemeinschaft am Golf heimsuchen, und darauf warten, dass sich die Marktdynamik und die politische Landschaft zu ihren Gunsten verschieben.

Dieser Artikel wurde mithilfe von KI auf Basis öffentlich zugänglicher Finanzdaten erstellt. Die Informationen können Ungenauigkeiten enthalten. Dies ist keine Finanzberatung. Konsultieren Sie vor Anlageentscheidungen stets einen qualifizierten Finanzberater.
Schlagworte: congressional aid fuel costs gulf shrimpers import competition seafood industry

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