Trotz gestiegener Energiepreise und damit verbundener wirtschaftlicher Unsicherheiten zeigen sich institutionelle Investoren am Aktienmarkt weiterhin robust optimistisch. Zwar haben Portfoliomanager ihre Engagements in Aktien leicht zurückgefahren, halten aber immer noch deutlich mehr Wertpapiere dieser Anlageklasse, als es ihren üblichen Allokationen entspricht.
Aktien bleiben übergewichtet
Dies geht aus der viel beachteten monatlichen Umfrage der Bank of America (BofA) unter internationalen Portfoliomanagern hervor. Im Juni wiesen gemischte Portfolios demnach eine deutliche Übergewichtung von Aktien auf. Konkret hielten 38 Prozent der befragten Investoren netto mehr Aktien, als es ihre jeweiligen Vergleichsindizes vorschreiben würden. Die BofA interpretiert dieses Ergebnis als ein sehr ‘bullishes’ – also optimistisches – Signal der Investorenschaft gegenüber den globalen Aktienmärkten.
Risiken durch Energiepreise begrenzt
Die Auswirkungen der erhöhten Energiepreise auf die Gesamtwirtschaft und die Börsen scheinen die institutionellen Anleger, zumindest im Hinblick auf ihre Aktienpositionen, nicht in große Sorge zu versetzen. Obwohl die Risiken bekannt sind, spiegeln sich Ängste vor größeren Rückschlägen nicht in einer signifikanten Reduktion der Aktienquoten wider. Die leichte Zurückhaltung ist eher als eine minimale Anpassung denn als eine fundamentale Neubewertung zu verstehen.
Die Ergebnisse der BofA-Umfrage deuten somit auf eine anhaltende Zuversicht der Fondsmanager in die Widerstandsfähigkeit der Aktienmärkte hin, auch wenn eine marginal erhöhte Vorsicht erkennbar ist. Die Mehrheit der professionellen Anleger scheint die aktuellen Herausforderungen als beherrschbar einzuschätzen.


