Holladay, Utah — Die Redemption Bank, eine der wenigen Schwarz-eigenen Banken in den Vereinigten Staaten, wird ein neues Debitkartenprogramm einführen, das speziell darauf abzielt, alleinerziehende Mütter in staatlich subventionierten Wohnungen zu unterstützen. Die Initiative, die diesen Freitag anlässlich des Juneteenth startet, soll ihnen durch direkte finanzielle Unterstützung den Weg aus der Armut ebnen.
Die als Bank King Card bezeichnete Debitkarte wird laut Ashley Bell, Vorsitzende und Chief Executive von Redemption Holding Co., ein neuartiges regeneratives Bankmodell untermauern. „Die Bank King Card repräsentiert ein neues regeneratives Bankmodell, das damit beginnt, in Mütter zu investieren, die nur wenige hoffnungsvolle Dollar davon entfernt sind, der Armut zu entkommen, und Amerikas Schatzkammern der Möglichkeiten zu öffnen, die zu vielen zu lange verschlossen blieben“, erklärte Bell.
Wirtschaftliche Not mit direkter Unterstützung bekämpfen
Das Programm begegnet direkt der weit verbreiteten wirtschaftlichen und pflegerischen Notlage, die von Haushalten alleinerziehender Mütter erlebt wird – eine Herausforderung, die in einem Bericht des Urban Institute und des Jeremiah Programms aus dem Jahr 2026 hervorgehoben wurde. Die Redemption Bank mit Sitz in Holladay, Utah, wird für jedes neu eröffnete Bank King Card Konto feste Spenden leisten. Der genaue Spendenbetrag wird jährlich vom Verwaltungsrat der Bank festgelegt und ist nicht an das Volumen der Karteneinkäufe gebunden.
Diese Gelder werden über eine spezielle Stiftung kanalisiert, die dann Zuschüsse an gemeinnützige Organisationen vergibt, die sich auf direkte Bargeldleistungen spezialisiert haben. Dieser Mechanismus stellt sicher, dass die finanzielle Hilfe die Bedürftigsten erreicht. Bell betonte die erwiesene Wirksamkeit solcher Interventionen und bemerkte: „Wir haben gesehen, dass diese garantierten Einkommensprogramme für Frauen im ganzen Land, darunter viele Frauen of Color, ein Impuls aus der Armut waren.“
Chastity Lord, Präsidentin und Chief Executive des Jeremiah Programms, das sich auf die Verbesserung der wirtschaftlichen Mobilität für alleinerziehende Mütter konzentriert, unterstrich die vielfältigen Vorteile direkter Finanzhilfe. Während das Geld überwiegend für lebensnotwendige Güter und Dienstleistungen ausgegeben wird, erklärte Lord: „Es verleiht Würde. Es sichert das Sommerlernen, anstatt Kinder zu Hause zu lassen. Es verbessert die Ernährung. Es ermöglicht der Mutter, wichtige Entscheidungen zu treffen, die ihren Kindern und Familien zugutekommen, anstatt nur Entscheidungen zu treffen, um über die Runden zu kommen.“
Nachgewiesene Wirkung von Bargeldprogrammen
Die Wirksamkeit direkter Bargeldhilfen wurde durch verschiedene Pilotinitiativen demonstriert. Der Ohio Mother’s Trust beispielsweise stellte 32 alleinerziehenden Müttern im Raum Columbus, Ohio, ein Jahr lang monatlich 500 US-Dollar zur Verfügung. Juanita Amakor, eine 36-jährige Mutter mit einer 7-jährigen Tochter, berichtete, dass das Bargeld ihr ermöglichte, Rechnungen zu begleichen und die Miete zu zahlen. „Es ist der Freiraum, den es einem gibt, zu wissen, dass etwas Zusätzliches hereinkommt. Es nimmt viel Angst“, sagte Amakor und fügte hinzu: „Diese Hilfe geht einen langen Weg, selbst wenn es nur darum ging, mein Kind zum Lebensmittelgeschäft oder zum Bekleidungsgeschäft mitnehmen zu können.“
Ein weiteres Programm, Rx Kids in Flint, Michigan, bietet Frauen eine einmalige Zuweisung von 1.500 US-Dollar während der Schwangerschaft, gefolgt von 500 US-Dollar pro Monat während der ersten Lebensmonate des Kindes. Diese Mittel können kritische Bedürfnisse wie Lebensmittel, Schwangerschaftsvorsorge, Miete, Kinderbetten, Säuglingsnahrung oder Kinderbetreuung abdecken. Kinea Wright, 46, eine Begünstigte des Rx Kids-Programms in Flint, empfand die Finanzierung als entscheidend, nachdem ihr Mann bei einem Gabelstaplerunfall verletzt wurde. „Anfangs wurde das Geld für schlechte Zeiten zurückgelegt“, erzählte Wright. „Ich wusste nicht, dass die schlechten Zeiten früher kommen würden, als wir dachten. Es war ein Segen im Unglück.“
Vision und Zukunftspläne der Redemption Bank
Redemption Holding Co. schloss vor einem Jahr die Übernahme der in Utah ansässigen Holladay Bank & Trust ab, was einen bedeutenden Meilenstein darstellte, da es das erste Mal war, dass eine Bank im Westen der USA von einer Schwarz-geführten Investmentgruppe besessen wurde. Zum Zeitpunkt der Übernahme wies die Redemption Bank Vermögenswerte von rund 65 Millionen US-Dollar aus, wobei der Schwerpunkt auf der gewerblichen Kreditvergabe und Kleinunternehmenskrediten lag.
Bernice A. King, die jüngste Tochter von Rev. Martin Luther King Jr. und Mitbegründerin sowie Senior Vice President der Redemption Bank, betonte den praktischen und zugänglichen Charakter der Initiative. „Wirtschaftliche Chancen müssen praktisch, zugänglich und in den Bedürfnissen der Familien verwurzelt sein“, erklärte King. „Die Bank King Card ist eine innovative Möglichkeit, diese Arbeit zu unterstützen. Sie schafft eine praktische Gelegenheit für Menschen, ihre finanziellen Entscheidungen mit ihren Werten in Einklang zu bringen und gleichzeitig Mütter, Kinder und Familien auf dem Weg zu langfristiger Stabilität zu unterstützen.“
Die Einführung der Bank King Card Debitkarte fällt mit Juneteenth zusammen, dem auch der einjährige Jahrestag der Übernahme der Holladay Bank & Trust durch Redemption markiert wird. Juneteenth, jährlich am 19. Juni begangen, erinnert an das Datum im Jahr 1865, als versklavte Menschen in Galveston, Texas, von ihrer Freiheit erfuhren, zwei Jahre nach der Emanzipationsproklamation von Präsident Abraham Lincoln. Im Jahr 2021 wurde es zu einem Bundesfeiertag erklärt. Mit Blick auf die Zukunft plant die Redemption Bank die Einführung einer Bank King Card Kreditkarte mit auf 12 % gedeckelten Zinssätzen, wodurch ihr Engagement für zugängliche Finanzinstrumente für ihre Gemeinschaft weiter ausgebaut wird.


