Der Markt für Luxusuhren befindet sich im Umbruch, wie eine aktuelle Untersuchung von Chrono24, die dem Handelsblatt vorliegt, aufzeigt. Insbesondere die Schweizer Traditionsmarke Rolex muss einen Rückgang ihres Marktanteils verzeichnen, während sich die Präferenzen von Sammlern und Anlegern diversifizieren.
Marktanteil von Rolex schrumpft
Vor vier Jahren machte Rolex auf der Onlineplattform Chrono24 noch fast jede zweite verkaufte Uhr aus. Aktuellen Zahlen des weltweit größten digitalen Marktplatzes für gebrauchte Luxusuhren zufolge ist es heute nicht einmal mehr jede dritte. Dieser Wandel deutet auf eine breitere Streuung der Nachfrage hin, weg von der dominanten Stellung eines einzelnen Herstellers.
Geschlechterunterschiede und neue Favoriten
Die Analyse offenbart zudem Unterschiede im Kaufverhalten zwischen den Geschlechtern. Während 37 Prozent der weiblichen Kundschaft weiterhin eine Rolex bevorzugen, liegt dieser Anteil bei männlichen Käufern bei knapp unter 30 Prozent. Neben den etablierten Klassikern rücken vermehrt filigranere Modelle in den Fokus der Sammler, was den Markt insgesamt breiter aufstellt.
Diese Entwicklung signalisiert eine Reifung des Luxusuhrenmarktes, in dem nicht mehr nur die bekanntesten Marken dominieren. Sammler und Anleger zeigen ein wachsendes Interesse an Vielfalt und spezifischeren Designs, was neue Chancen für andere Hersteller und eine dynamischere Marktentwicklung eröffnet.


