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Aktien steigen auf Iran-Friedenshoffnungen, Tech führt Nasdaq zu neuen Höchstständen

Aktien steigen auf Iran-Friedenshoffnungen, Tech führt Nasdaq zu neuen Höchstständen

Die US-Aktienmärkte beendeten den Handel am Dienstag größtenteils höher, wobei der S&P 500 Index ($SPX) und der Nasdaq 100 Index ($IUXX) beide neue Allzeithochs erreichten. Der S&P 500 stieg um +0,61%, und der Nasdaq 100 legte um +1,76% zu. Im Gegensatz dazu verzeichnete der Dow Jones Industrial Average ($DOWI) einen leichten Rückgang von -0,23%.

Die Aufwärtsdynamik des Marktes wurde hauptsächlich durch erneute Hoffnungen auf eine Deeskalation im Nahen Osten, insbesondere Fortschritte bei den Friedensgesprächen zwischen den USA und dem Iran, beflügelt. Berichten zufolge signalisierten Beamte, dass die USA kurz vor einer Einigung mit dem Iran stünden, um die wichtige Straße von Hormus wieder zu öffnen und die Ölflüsse wiederherzustellen. Laut der Washington Post wurde ein Memorandum entwickelt, das einen Waffenstillstand um 60 Tage verlängern würde, wobei die Straße von Hormus in der Zwischenzeit entmint und wieder geöffnet werden soll, falls eine Einigung erzielt wird. Außenminister Rubio räumte ein, dass die Verhandlungen noch ‚einige Tage dauern‘ würden, da beide Seiten die Sprache des ersten Dokuments verfeinern.

Geopolitische Volatilität und Rohöldynamik

Die Aussicht auf eine erhöhte Ölversorgung aus der Straße von Hormus ließ die WTI-Rohölpreise (CLM26) zunächst auf ein 2,5-Wochen-Tief fallen, am Dienstag um mehr als -2%. Dieser Rückgang der Rohölpreise, gepaart mit einem Rückgang der Anleiherenditen, stützte die Technologiewerte erheblich. Die Rendite der 10-jährigen T-Note fiel beispielsweise auf ein 1,5-Wochen-Tief von 4,47%, wobei die Juni-10-jährigen T-Notes (ZNM6) um +18,5 Ticks zulegten.

Die Marktstimmung blieb jedoch volatil. Die Aktienindex-Futures wurden später am Tag untergraben, nachdem das US Central Command bekannt gab, dass US-Streitkräfte iranische Raketenstartplätze und Boote angegriffen hatten, die versuchten, Minen in der Straße von Hormus zu platzieren. Diese Militäraktion führte dazu, dass die Rohölpreise von ihren Tiefstständen wieder anstiegen, was die Zerbrechlichkeit der Friedensverhandlungen und die anhaltenden geopolitischen Risiken unterstreicht.

Die Internationale Energieagentur (IEA) berichtete kürzlich, dass die globalen Ölbestände im März und April um etwa 4 Millionen Barrel pro Tag (bpd) zurückgingen, und prognostizierte, dass der Markt bis Oktober ’stark unterversorgt‘ bleiben werde, selbst wenn der Konflikt im nächsten Monat endet. Goldman Sachs schätzt, dass die aktuelle Störung bereits fast 500 Millionen Barrel aus den globalen Rohölbeständen entzogen hat, wobei der Rückgang bis Juni potenziell 1 Milliarde Barrel erreichen könnte.

Sektorale Performance und wichtige Bewegungen

Der Handelstag zeigte deutliche Verschiebungen in den Sektoren. Chiphersteller und AI-Infrastrukturaktien führten die Rallye an, wobei Micron Technology (MCHP) nach einer Anhebung des Kursziels durch UBS um über +20% zulegte. ON Semiconductor (ON) stieg um mehr als +10%, während Western Digital (WDC) und Advanced Micro Devices (AMD) ebenfalls Gewinne von über +7% verzeichneten. Marvell Technology (MRVL) und KLA Corp (KLAC) stiegen um mehr als +6%, und Applied Materials (AMAT), Analog Devices (ADI), Microchip Technology (MCHP), NXP Semiconductors NV (NXPI), Lam Research (LRCX) und Texas Instruments (TXN) legten alle um mehr als +5% zu.

Auch Fluggesellschaften und Kreuzfahrtunternehmen profitierten erheblich vom Rückgang der Rohölpreise, der die Treibstoffkosten senkt und die Rentabilitätsaussichten verbessert. American Airlines Group (AAL) schloss um mehr als +7%, Alaska Air Group (ALK) gewann über +6% und United Airlines Holdings (UAL) stieg um mehr als +5%. Delta Air Lines (DAL), Norwegian Cruise Line Holdings (NCLH) und Royal Caribbean Cruises Ltd (RCL) verzeichneten jeweils Zuwächse von mehr als +4%.

Im Gegensatz dazu zogen sich Energieproduzenten und Dienstleister zurück, als die WTI-Rohölpreise sanken. Devon Energy (DVN) fiel um über -4%, und Chevron (CVX) sank um mehr als -3% und führte die Verlierer im Dow Jones Industrial Average an. Exxon Mobil (XOM), ConocoPhillips (COP) und APA Corp (APA) fielen ebenfalls um mehr als -3%. Defensive Krankenversicherungsaktien, darunter Centene (CNC) mit über -3% und UnitedHealth Group (UNH) mit über -2%, standen inmitten der breiteren Marktrallye unter Druck.

Wirtschaftsdaten und Zentralbankausblick

Die US-Wirtschaftsdaten vom Dienstag zeigten ein gemischtes Bild. Der Chicago Fed National Activity Index für April stieg um +0,29 auf ein 13-Monats-Hoch von 0,14 und übertraf die Erwartungen. Der S&P Composite-20 Hauspreisindex für März stieg jedoch im Jahresvergleich um +0,83%, ein geringerer Anstieg als erwartet und der kleinste in über 2,5 Jahren. Der US-Verbrauchervertrauensindex des Conference Board für Mai verzeichnete ebenfalls einen moderaten Rückgang von -0,7 auf 93,1, was jedoch ein geringerer Rückgang als erwartet war.

Weltweit schlossen die Überseemärkte größtenteils niedriger, wobei der Euro Stoxx 50 um -1,18%, der Shanghai Composite in China um -0,17% und der japanische Nikkei Stock Average um -0.25% fielen. Während die Märkte derzeit nur eine 3%ige Chance auf eine Leitzinssenkung der FOMC um -25 Basispunkte bei der nächsten Sitzung am 16. und 17. Juni einpreisen, signalisierten Beamte der Europäischen Zentralbank (EZB) einen anderen Weg. EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel erklärte, dass eine EZB-Zinserhöhung im Juni notwendig sei, unter Verweis auf die ‚hohe Persistenz des Energieschocks‘. EZB-Chefvolkswirt Philip Lane bekräftigte dies und deutete an, dass die EZB ihre vierteljährliche Inflationsprognose im nächsten Monat aufgrund der erhöhten Energiepreise durch den Iran-Konflikt wahrscheinlich anheben würde. Swaps preisen derzeit eine 91%ige Chance auf eine +25 Basispunkte EZB-Zinserhöhung am 11. Juni ein.

Trotz der geopolitischen Querelen war die aktuelle Berichtssaison weitgehend unterstützend für Aktien, wobei 83% der 475 S&P 500-Unternehmen, die ihre Q1-Ergebnisse meldeten, die Schätzungen übertrafen. Die S&P 500-Gewinne für Q1 werden laut Bloomberg Intelligence voraussichtlich um +12% im Jahresvergleich steigen, wobei ohne den Technologiesektor der Anstieg mit +3% bescheidener ausfällt und der schwächste seit zwei Jahren ist. Diese zugrunde liegende Unternehmensstärke, kombiniert mit dem Auf und Ab der Friedensaussichten im Nahen Osten, prägt weiterhin die Marktbewegungen und unterstreicht die Sensibilität globaler Aktien gegenüber geopolitischer Stabilität und fundamentaler Wirtschaftsleistung.

Dieser Artikel wurde mithilfe von KI auf Basis öffentlich zugänglicher Finanzdaten erstellt. Die Informationen können Ungenauigkeiten enthalten. Dies ist keine Finanzberatung. Konsultieren Sie vor Anlageentscheidungen stets einen qualifizierten Finanzberater.
Schlagworte: Aktienmarkt iran peace Marktanalyse Rohöl technology stocks

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