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Asiatische Aktien fallen, Öl übersteigt 100 $ wegen Iran-Spannungen

Asiatische Aktien fallen, Öl übersteigt 100 $ wegen Iran-Spannungen

Die Aktienmärkte in Asien verzeichneten am Donnerstag einen Rückgang und machten anfängliche Gewinne zunichte, die Japans Nikkei 225 Index kurzzeitig über die Marke von 60.000 Punkten getrieben hatten. Der Rückgang erfolgte, als die Ölpreise über 100 Dollar pro Barrel stiegen, angetrieben von der Angst der Anleger angesichts der unsicheren Aussichten für neue Gespräche zur Beendigung des Konflikts mit dem Iran. Auch die US-Aktien-Futures zogen sich zurück, nachdem die wichtigsten Wall-Street-Indizes am Vortag nach robusten Unternehmensgewinnen neue Rekorde erreicht hatten.

Regionale Märkte reagieren auf geopolitische Unsicherheit

Die Märkte in Japan und Südkorea hatten zunächst neue Rekordhöhen erreicht, beflügelt durch starke Käufe im Technologiesektor. Die Dynamik ließ jedoch nach. Tokios Nikkei 225 schloss letztendlich 1,5% niedriger bei 58.707,60 Punkten, nachdem er einen Intraday-Höchststand von 60.013,98 Punkten erreicht hatte. Südkoreas Kospi-Index gab ebenfalls frühere Gewinne ab und beendete den Handel 0,1% niedriger bei 6.414,57 Punkten, nachdem er kurzzeitig 6.500 überschritten hatte. Südkoreas Wirtschaftsleistung mit einem besser als erwarteten jährlichen Wachstum von 1,7% im ersten Quartal, angetrieben von starken Exporten, insbesondere von Computerchips für den Boom der künstlichen Intelligenz, konnte die Marktoptimismus nicht aufrechterhalten.

Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 1,1% auf 25.865,88 Punkte, während der Shanghai Composite Index in China um 0,8% auf 4.073,71 Punkte fiel. In Australien fiel der S&P/ASX 200 um 0,8% auf 8.770,70 Punkte. Auch andere asiatische Märkte verzeichneten Rückgänge, wobei Taiwans Taiex um 1,6% und Indiens Sensex um 0,6% fielen.

Ölpreise steigen, da sich die Spannungen im Iran verschärfen

Der Hauptgrund für die vorsichtige Stimmung und den Anstieg der Ölpreise scheint die wachsende Besorgnis über den seit acht Wochen andauernden Konflikt mit dem Iran zu sein. Trotz einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten Waffenruhe-Verlängerung bleibt die Klarheit darüber, wann oder ob weitere Friedensgespräche stattfinden werden, unklar. Die Situation verschärfte sich am Mittwoch, als der Iran Berichten zufolge drei Schiffe in der Straße von Hormuz beschoss, einen Tag nachdem die USA eine Seeblockade iranischer Häfen eingeleitet hatten. Präsident Trump deutete an, dass die USA ihre Blockade fortsetzen würden.

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz, ein kritischer Engpass für die globale Ölversorgung, durch den vor dem Konflikt typischerweise etwa ein Fünftel des weltweiten Öls floss, bleibt weitgehend gestört. Die Wahrscheinlichkeit einer Wiedereröffnung verringerte sich weiter, nachdem die Revolutionsgarde des Iran Berichten zufolge zwei der drei angegriffenen Schiffe beschlagnahmt hatte.

Die globalen Energiepreise haben auf diesen ‚Iran-Krieg-Energie-Schock‘ scharf reagiert. Brent-Rohöl, der internationale Benchmark, wurde am frühen Donnerstag 1,5% höher bei 103,39 Dollar pro Barrel gehandelt, ein deutlicher Anstieg gegenüber rund 70 Dollar pro Barrel vor Beginn des Konflikts Ende Februar. Auch das US-Benchmark-Rohöl verzeichnete Gewinne und stieg um 1,8% auf 94,66 Dollar pro Barrel.

Marktanalysten weisen auf Realitäten der Lieferunterbrechung hin

Strategen der ING Bank, Warren Patterson und Ewa Manthey, stellten in einem Research-Bericht fest, dass der Ölmarkt gezwungen ist, ‚Erwartungen neu zu bewerten‘, da die Hoffnungen auf eine Lösung zwischen den USA und dem Iran schwinden und die Friedensgespräche ins Stocken geraten. Sie fügten hinzu: ‚Wenn die Hoffnungen schwinden, werden die Realitäten der Lieferunterbrechung Einzug halten, was zu weiteren Preissteigerungen führen wird.‘ Die Analysten warnten, dass der Markt zunehmend unempfindlich gegenüber den Schlagzeilen werden könnte, die kürzlich die Preisentwicklung bestimmt haben, wenn keine Fortschritte erzielt werden.

Wall Streets Rekordlauf steht im Kontrast zum asiatischen Rückgang

Die divergierende Performance zwischen den asiatischen Märkten und der Wall Street unterstreicht die Auswirkungen lokalisierter geopolitischer Ereignisse im Vergleich zu breiteren Unternehmensleistungen. Am Mittwoch setzte die Wall Street ihre Rekordserie fort, wobei der S&P 500 um 1% auf 7.137,90 Punkte stieg und damit sein bisheriges Rekordhoch vom Freitag übertraf. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 0,7% auf 49.490,03 Punkte, und der Nasdaq Composite erreichte ebenfalls einen neuen Rekord und legte 1,6% auf 24.657,57 Punkte zu. Diese Gewinne wurden einer Reihe starker Unternehmensgewinne und der erwähnten Verlängerung der Waffenruhe im Iran-Krieg zugeschrieben.

Bemerkenswerte Unternehmensleistungen waren GE Vernova, deren Aktien um 13,7% stiegen, nachdem das Unternehmen besser als erwartete Quartalsgewinne gemeldet und von robusten Bestellungen für Rechenzentrumsausrüstung profitiert hatte, angetrieben durch den KI-Boom. Boeing verzeichnete einen Anstieg von 5,5%, und Philip Morris International stieg um 7%, beide nach positiven Gewinnmitteilungen.

Weitere Marktbewegungen

Im frühen Handel am Donnerstag verzeichneten die Edelmetallpreise Rückgänge. Die Goldpreise fielen um 0,6% auf 4.722,70 Dollar pro Unze, während die Silberpreise um 2,3% auf 76,17 Dollar pro Unze fielen. Der US-Dollar legte gegenüber dem japanischen Yen zu und stieg von 159,48 Yen auf 159,53 Yen. Der Euro wurde bei 1,1696 Dollar gehandelt, gegenüber 1,1705 Dollar zuvor.

Dieser Artikel wurde mithilfe von KI auf Basis öffentlich zugänglicher Finanzdaten erstellt. Die Informationen können Ungenauigkeiten enthalten. Dies ist keine Finanzberatung. Konsultieren Sie vor Anlageentscheidungen stets einen qualifizierten Finanzberater.
Schlagworte: asia stocks Geopolitik Iran-Krieg Ölpreise Wall Street

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