Matthew Beesley, der Chef des britischen Fondsanbieters Jupiter Asset Management, prognostiziert eine signifikante Verschiebung im globalen Kapitalfluss. Laut Beesley könnten internationale Investoren beginnen, ihr starkes Engagement am US-Aktienmarkt schrittweise zu reduzieren. Dieser Trend, so der Fondsmanager im Handelsblatt-Interview, könnte sich über mehrere Jahrzehnte erstrecken und markiert eine Abkehr von der jahrzehntelangen Praxis, das US-Engagement in Portfolios zu erhöhen.
Beesley sieht in dieser Entwicklung eine potenzielle Chance für aktive Fondsmanager. Die Annahme, dass eine kritische Größe erst bei einem verwalteten Vermögen von einer Billion US-Dollar erreicht wird, bezeichnet er als einen der größten Irrtümer der Branche. Dies deutet darauf hin, dass auch kleinere oder spezialisierte Fonds von der Umschichtung profitieren könnten.
Wohin das Kapital fließen könnte, bleibt eine offene Frage. Beesley äußert sich zurückhaltend, ob Europa von dieser Entwicklung profitieren wird. Die genauen Destinationen der globalen Investitionen sind derzeit unklar, was auf eine breitere Diversifizierung über verschiedene Regionen hinaus hindeuten könnte, abseits der traditionellen US-Märkte.


