Die Rindermärkte erlebten am Freitag, den 26. Juni 2026, einen spürbaren Abschwung, wobei Live- und Feeder-Rinderfutures zur Mittagszeit erhebliche Rückgänge verzeichneten. Die Schwäche durchzog den Kassahandel und die Auktionsergebnisse, was einen herausfordernden Abschluss der Handelswoche für den Viehsektor signalisierte, basierend auf von Barchart zusammengetragenen Daten.
Live-Rinderfutures unter Abwärtsdruck
Live-Rinderfutures befanden sich fest im roten Bereich, wobei die Kontrakte zur Mittagszeit Verluste zwischen 35 Cent und 1,20 Dollar aufwiesen. Der Juni 26 Live Cattle-Kontrakt schloss bei 257,050 Dollar, ein Rückgang von 0,350 Dollar, während der August 26-Kontrakt einen deutlicheren Rückgang von 1,200 Dollar verzeichnete und bei 246,025 Dollar endete. Auch die Oktober 26 Live Cattle-Futures spiegelten diese bärische Stimmung wider und fielen um 1,375 Dollar auf 239,250 Dollar.
Dieser Abwärtsdruck bei den Futures wurde durch eine gedämpfte Aktivität auf dem Kassamarkt widergespiegelt. Das Kassahandelsvolumen wurde in den nördlichen Regionen als ‘sehr gering’ beschrieben, wobei Live-Rinder am Mittwoch zu 260 Dollar und geschlachtete zu 408 Dollar gehandelt wurden. Gebote wurden bei 255 Dollar beobachtet, was auf Käufervorsicht hindeutet. Die Zurückhaltung des Marktes wurde zusätzlich durch die Online-Auktion der Fed Cattle Exchange am Freitagmorgen unterstrichen, bei der keine Verkäufe der 1.636 angebotenen Tiere gemeldet wurden, obwohl ebenfalls Gebote zu 255 Dollar vorlagen.
Feeder-Rinderfutures fallen trotz Indexstärke
Auch das Feeder-Rindersegment sah sich erheblichem Gegenwind ausgesetzt, wobei die Futures-Kontrakte Rückgänge zwischen 3,47 Dollar und 3,70 Dollar verzeichneten. Der August 26 Feeder Cattle-Kontrakt schloss bei 369,825 Dollar, ein Minus von 3,475 Dollar. Ähnlich fiel der September 26-Kontrakt um 3,675 Dollar auf 367,700 Dollar, und der Oktober 26-Kontrakt sank um 3,525 Dollar auf 364,825 Dollar.
Dieser breit angelegte Rückgang der Feeder-Rinderfutures erfolgte trotz einer kürzlichen positiven Bewegung im CME Feeder Cattle Index, der am 24. Juni um 6,03 Dollar auf 381,86 Dollar gestiegen war. Die Divergenz zwischen der früheren Stärke des Index und der Futures-Performance am Freitag unterstreicht den unmittelbaren Verkaufsdruck, der den Markt beeinflusst.
Großhandelspreise für Rindfleisch und Kühlhausdaten
Zusätzlich zu den Marktbedenken verzeichneten die Großhandelspreise für Boxed Beef im Freitagmorgenbericht Rückgänge. Choice-Boxen fielen um 4,22 Dollar und landeten bei 392,10 Dollar, während Select-Boxen um 2,33 Dollar auf 372,41 Dollar sanken. Die Choice/Select-Spanne lag bei 19,69 Dollar.
Gleichzeitig lieferten die am Donnerstagnachmittag veröffentlichten Cold Storage-Daten ein gemischtes Bild bezüglich der Rindfleischbestände. Ende Mai wurden die Rindfleischbestände mit 403,474 Millionen Pfund angegeben. Diese Zahl stellte einen Rückgang von 1,06 % gegenüber dem Vorjahr und einen Rückgang von 0,49 % gegenüber Ende April dar, was auf eine leichte Reduzierung des Gesamtangebots im Vergleich zu früheren Perioden hindeutet.
USDA-Schlachtzahlen zeigen gemischte Trends
Was die Verarbeitungsaktivität betrifft, so wurde die vom USDA inspizierte Rinderschlachtung für Donnerstag auf geschätzte 109.000 Tiere geschätzt. Dies trug zu einer wöchentlichen Gesamtmenge von 433.000 Tieren bei. Obwohl diese wöchentliche Gesamtmenge einen Anstieg von 7.000 Tieren gegenüber der Schlachtmenge der Vorwoche darstellte, blieb sie mit 18.966 Tieren deutlich unter der gleichen Woche des Vorjahres. Die reduzierten Schlachtzahlen im Jahresvergleich könnten auf eine geringere Rinderverfügbarkeit auf dem breiteren Markt hindeuten, doch dieser Faktor schien die unmittelbare bärische Stimmung, die am Freitag auf den Futures- und Kassamärkten beobachtet wurde, nicht auszugleichen.
Die gesammelten Daten aus Futures, Kassahandel, Auktionsergebnissen, Großhandelspreisen und Schlachtzahlen zeichnen ein klares Bild der Freitags-Schwäche im gesamten Rinderkomplex. Von den unmittelbaren Rückgängen bei Live- und Feeder-Rinderkontrakten bis hin zur gedämpften Aktivität im physischen Handel und niedrigeren Großhandelsrindfleischwerten zeigte der Markt einen deutlichen Mangel an Kaufüberzeugung. Mit dem Abschluss der Handelswoche sah sich der Viehsektor einem anhaltenden Abwärtsdruck ausgesetzt, was eine genaue Beobachtung in den kommenden Sitzungen signalisiert.


