Die Margen der US-Raffinerien sind diese Woche auf beispiellose Höhen gestiegen, wobei die wichtigste Rentabilitätskennzahl der Branche, der 3-2-1 Crack Spread, alle bisherigen Rekorde gebrochen hat. Dieser deutliche Anstieg erfolgt, da die Bedenken hinsichtlich einer Treibstoffknappheit in den Vereinigten Staaten, dem weltweit größten Treibstoffverbraucher, zunehmen.
Die rekordverdächtigen Margen sind eine direkte Folge von kritisch niedrigen Lagerbeständen und anhaltenden Lieferunterbrechungen. Diese Probleme werden durch eskalierende Angriffe zwischen den USA und dem Iran weiter verschärft, die potenzielle Engpässe auf dem heimischen Treibstoffmarkt drohen und die Energielandschaft mit erheblichen geopolitischen Risiken belasten.
Der 3-2-1 Crack Spread, ein weithin anerkannter Richtwert, misst die theoretische Bruttogewinnmarge, die eine Raffinerie aus der Verarbeitung von drei Barrel Rohöl zu zwei Barrel Benzin und einem Barrel Destillatkraftstoff erzielt. Seine aktuelle Rekordleistung deutet auf einen erheblichen Aufschlag für raffinierte Produkte gegenüber Rohöl hin, was eine starke Nachfrage bei begrenztem Angebot widerspiegelt.
Dieses Umfeld erhöhter geopolitischer Spannungen und erschöpfter Lagerbestände schafft eine außergewöhnliche Rentabilität für US-Raffinerien. Der anhaltende Anstieg dieser Margen signalisiert eine herausfordernde Aussicht für Treibstoffverbraucher, die möglicherweise höhere Preise erwarten müssen, während gleichzeitig die Gewinnaussichten im Raffineriesektor gestärkt werden.


