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Mais-Futures fallen nach USDA-Anhebung der südamerikanischen Produktion

Mais-Futures fallen nach USDA-Anhebung der südamerikanischen Produktion

Mais-Futures schlossen den Handel am Donnerstag mit spürbaren Verlusten, da erhöhte Angebotsaussichten des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) Druck auf den Markt ausübten. Die meisten Kontrakte verzeichneten Verluste zwischen 7 und 10 ½ Cent. Gleichzeitig sank der CmdtyView nationale Durchschnittspreis für Cash Corn um 6 3/4 Cent auf 3,80 1/2 US-Dollar.

USDA-Revisionen belasten den Markt

Der Hauptkatalysator für den Marktrückgang am Donnerstag war der jüngste monatliche World Agricultural Supply and Demand Estimates (WASDE)-Bericht des USDA. Dieser Bericht enthüllte erhebliche Anpassungen der globalen Mais-Angebotszahlen, insbesondere eine Aufwärtskorrektur der südamerikanischen Produktionsprognosen. Die Schätzung der Maisproduktion Brasiliens wurde um 3 Millionen Tonnen (MMT) auf insgesamt 138 MMT erhöht, während die Prognose für Argentinien um 2 MMT auf 61 MMT stieg. Diese substanziellen Anstiege der erwarteten Produktion von wichtigen globalen Lieferanten trugen direkt zur bärischen Stimmung auf dem Futures-Markt bei.

Weitere Daten von CONAB, Brasiliens nationaler Versorgungsgesellschaft, die am selben Morgen veröffentlicht wurden, bestätigten die robusten Produktionsaussichten. CONAB bezifferte die brasilianische Ernte für 2025/26 auf 140,46 MMT, ein Anstieg von 0,29 MMT gegenüber der Schätzung des Vormonats. Innerhalb dessen wurde die erste Ernte um 0,88 MMT auf 28,46 MMT erhöht, obwohl die zweite Ernte einen leichten Rückgang von 0,58 MMT auf 107,87 MMT verzeichnete. Diese Zahlen unterstreichen zusammen ein Umfeld reichlicher Versorgung, was typischerweise zu niedrigeren Rohstoffpreisen führt.

Anpassungen der globalen und nationalen Lagerbestände

Die Auswirkungen der gestiegenen globalen Produktion erstreckten sich auf die Prognosen der Endbestände. Laut WASDE-Daten wurden die weltweiten Endbestände für 2025/26 um 6,41 MMT auf insgesamt 303,36 MMT nach oben korrigiert. Die Carryout-Menge für die neue Ernte stieg ebenfalls um 3,68 MMT auf 281,22 MMT. Diese höheren globalen Lagerbestände signalisieren einen gut versorgten Markt, was Bedenken hinsichtlich potenzieller Engpässe reduziert und somit die Preisbegeisterung dämpft.

Im Inland detaillierte der USDA-Bericht auch Anpassungen der US-Endbestände der alten Ernte, die gegenüber dem Vormonat um 3 Millionen Scheffel (mbu) auf 2,145 Milliarden Scheffel (bbu) erhöht wurden. Dieser Anstieg wurde hauptsächlich durch einen Rückgang des für Ethanol verwendeten Maises um 25 mbu beeinflusst, der durch einen entsprechenden Anstieg der Exporte um 25 mbu ausgeglichen wurde. Zusätzlich wurden die US-Importe um 3 mbu erhöht. Der Anstieg der Endbestände der alten Ernte um 3 mbu setzte sich bis in das nächste Wirtschaftsjahr fort, wobei die US-Endbestände der neuen Ernte ebenfalls um 3 mbu auf 1,96 bbu stiegen.

Exportverkäufe zeigen Stärke trotz Preisrückgängen

Trotz des Abwärtsdrucks auf die Preise zeigten die am Donnerstagmorgen veröffentlichten Exportverkaufsdaten eine robuste Nachfrage nach US-Mais. Das Geschäft mit Mais der alten Ernte belief sich in der Woche vom 4. Juni auf insgesamt 1,00 MMT, was einem Anstieg von 13,3 % gegenüber der Vorwoche und einem beträchtlichen Anstieg von 26,4 % gegenüber der gleichen Woche des Vorjahres entspricht. Japan war der größte Käufer und sicherte sich 373.100 Tonnen (MT), dicht gefolgt von Mexiko mit 356.200 MT.

Auch die Verkäufe der neuen Ernte zeigten eine beachtliche Stärke und erreichten in dieser Woche 926.645 MT. Damit belief sich das gesamte Geschäft mit der neuen Ernte auf 4,124 MMT, was einem signifikanten Anstieg von 31,6 % gegenüber dem gleichen Zeitpunkt des Vorjahres entspricht. Japan führte erneut die Käufe an und erwarb 241.000 MT, während Kolumbien 237.500 MT und Südkorea 204.000 MT sicherten. Die starke Exportleistung deutet auf eine zugrunde liegende Nachfrage hin, auch wenn erhöhte globale Angebotsaussichten die Preise belasten.

Überblick über die Kontraktentwicklung

Spezifische Mais-Futures-Kontrakte spiegelten die breitere Marktstimmung wider:

  • Jul 26 Mais schloss bei 4,11 3/4 US-Dollar, ein Rückgang um 7 1/4 Cent.
  • Nearby Cash lag bei 3,80 1/2 US-Dollar, ein Rückgang um 6 3/4 Cent.
  • Sep 26 Mais schloss bei 4,20 US-Dollar, ein Rückgang um 7 3/4 Cent.
  • Dez 26 Mais schloss bei 4,39 1/2 US-Dollar, ein Rückgang um 7 1/4 Cent.
  • New Crop Cash lag bei 3,94 3/4 US-Dollar, ein Rückgang um 7 1/4 Cent.

Die konsequenten Rückgänge über verschiedene Kontrakte hinweg unterstreichen die unmittelbare Reaktion des Marktes auf die aktualisierten Angebotsaussichten des USDA. Obwohl die Exportnachfrage gesund bleibt, scheint die Aussicht auf größere globale Ernten, insbesondere aus Südamerika, der dominierende Faktor zu sein, der die Maispreise beeinflusst. Dies deutet darauf hin, dass die angebotsseitige Dynamik derzeit die nachfrageseitige Stärke bei der Gestaltung der Marktrichtung überwiegt.

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Tags: Agricultural Stocks Mais-Futures Rohstoffmärkte south american production USDA WASDE

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