MONTRÉAL – Die Stingray Group Inc. (TSX: RAY) gab am 18. Juni 2026 einen bedeutenden Schritt in ihrer Kapitalmanagementstrategie bekannt: Sie hat eine private Vereinbarung zum Rückkauf von 1.000.000 ihrer nachrangigen Stimmrechtsaktien und variablen nachrangigen Stimmrechtsaktien getroffen. Die Transaktion im Wert von 15,4 Millionen Dollar umfasste den Rückkauf von Aktien von CDP Investissements inc., einer Tochtergesellschaft von La Caisse, zu einem Preis von 15,40 Dollar pro Aktie.
Dieser Rückkaufpreis stellt einen bemerkenswerten Rabatt von 5,1% gegenüber dem Schlusskurs der Stingray-Aktien an der Toronto Stock Exchange (TSX) am Tag der Ankündigung dar. Das Medien- und Musikunternehmen bestätigte, dass die gesamte Gegenleistung von 15,4 Millionen Dollar aus den vorhandenen Barmitteln finanziert wird, was die solide Finanzlage des Unternehmens unterstreicht.
Strategische Ausrichtung für Stingray
Eric Boyko, Präsident, Mitbegründer und CEO von Stingray, betonte die strategische Begründung für den Rückkauf. „Dieser Aktienrückkauf steht perfekt im Einklang mit unserem anhaltenden Engagement für aktives Kapitalmanagement und die Maximierung des Werts für unsere Aktionäre“, erklärte Boyko. Er hob ferner die finanzielle Stärke des Unternehmens als wichtigen Faktor für die Transaktion hervor. „Unsere gesunde Bilanz und starke Finanzposition ermöglichen es uns, diese Transaktion aus Barmitteln zu finanzieren, während wir unsere Ziele zur Schuldenreduzierung beibehalten und die Flexibilität bewahren, strategische Akquisitionen zu verfolgen und in unser zukünftiges Wachstum zu investieren.“
Dieser Schritt signalisiert Stingrays Vertrauen in seine aktuelle Bewertung und seine Fähigkeit, ausreichend Cashflow zu generieren, um Kapital an die Aktionäre zurückzugeben, ohne seine operativen oder Wachstumsziele zu gefährden. Durch die Verwendung von Barmitteln vermeidet Stingray die Aufnahme zusätzlicher Schulden oder die Verwässerung bestehender Aktionäre durch neue Aktienemissionen, was sein Engagement für finanzielle Vorsicht und Aktionärsrenditen bekräftigt.
Portfolio-Rebalancing von La Caisse
Die Transaktion spiegelt auch eine strategische Entscheidung von La Caisse wider, einem langjährigen Investor in Stingray. Kim Thomassin, Executive Vice-President und Head of Québec bei La Caisse, kommentierte ihre Beweggründe. „La Caisse hat Stingrays Wachstum und Expansion seit dem Börsengang vor über zehn Jahren unterstützt. Diese Transaktion ermöglicht es uns, einen Teil unserer Beteiligung zu monetarisieren und gleichzeitig ein wichtiger Partner für den Erfolg und die zukünftigen Innovationen dieses in Montréal ansässigen Unternehmens zu bleiben. Das generierte Kapital kann in Unternehmen in Québec investiert werden, um deren Wachstum zu beschleunigen“, erläuterte Thomassin.
Gleichzeitig mit dem Aktienrückkauf führt La Caisse ein umfassenderes Portfolio-Rebalancing durch. Die Investmentfirma wird weitere 2.300.000 nachrangige Stimmrechtsaktien und variable nachrangige Stimmrechtsaktien von Stingray verkaufen. Dieser Blockhandel, der etwa 4,2% der ausgegebenen und ausstehenden nachrangigen Stimmrechtsaktien und variablen nachrangigen Stimmrechtsaktien von Stingray repräsentiert, wird von National Bank Financial und Desjardins Capital Markets gezeichnet.
Trotz dieser Veräußerungen wird La Caisse eine bedeutende Beteiligung an Stingray behalten, nämlich fast 10% der ausstehenden nachrangigen Stimmrechtsaktien und variablen nachrangigen Stimmrechtsaktien. Diese weiterhin substanzielle Beteiligung unterstreicht La Caisses anhaltendes Vertrauen in die langfristigen Aussichten von Stingray, während sie gleichzeitig eine strategische Neuzuweisung von Kapital innerhalb ihres breiteren Anlageportfolios ermöglicht.
Regulatorische und operative Details
Zur Erleichterung der privaten Vereinbarung und des vergünstigten Rückkaufs erhielt Stingray eine Anordnung der Autorité des marchés financiers. Diese Anordnung gewährt eine Ausnahme von den Anforderungen an Emittentenangebote gemäß den geltenden Wertpapiergesetzen, wodurch die Transaktion mit einem Rabatt gemäß den Bedingungen der Ausnahmegenehmigung durchgeführt werden kann.
Der Aktienrückkauf wird außerhalb der Einrichtungen der TSX durchgeführt. Wichtig ist, dass diese spezifische Transaktion nicht in die Berechnung der maximalen jährlichen Gesamtobergrenze einbezogen wird, die im Rahmen des aktuellen normalen Aktienrückkaufprogramms (NCIB) von Stingray festgelegt ist. Diese Unterscheidung verschafft Stingray zusätzliche Flexibilität bei seinen laufenden Kapitalmanagementbemühungen und ermöglicht es dem Unternehmen, opportunistische Rückkäufe außerhalb des regulären NCIB-Rahmens zu verfolgen, wenn sich strategische Gelegenheiten ergeben, wie beispielsweise der vergünstigte Verkauf durch einen Großaktionär.
Nach Abschluss des Rückkaufs werden detaillierte Informationen, einschließlich der genauen Anzahl der zurückgekauften Aktien und des gezahlten Gesamtpreises, auf SEDAR+ unter www.sedarplus.ca öffentlich zugänglich gemacht. Stingray hat angegeben, dass es keine zusätzliche Pressemitteilung speziell zur Bekanntgabe des Abschlusses dieses Aktienrückkaufs herausgeben wird.
Diese doppelte Transaktion – Stingrays vergünstigter Rückkauf und La Caisses breitere Veräußerung – unterstreicht eine strategische Übereinstimmung zwischen einem Unternehmen, das sich auf die Steigerung des Aktionärswerts durch effizienten Kapitaleinsatz konzentriert, und einem großen institutionellen Investor, der sein Portfolio neu ausrichtet, während er eine bedeutende Beteiligung an einer langfristigen Anlage behält. Die Verwendung von Barmitteln und der von Stingray gesicherte günstige Rabatt unterstreichen ein finanziell kluges Manöver, das den verbleibenden Aktionären zugutekommen und zukünftige Wachstumsinitiativen unterstützen soll.


