Exxon Mobil (XOM) und Chevron (CVX) haben diese Woche eine deutliche Warnung ausgesprochen, die darauf hindeutet, dass hohe Kraftstoffpreise anhalten werden, unabhängig von der aktuellen Situation im Iran-Krieg. Diese Prognose kommt zu einem Zeitpunkt, da der durchschnittliche Benzinpreis in den USA bereits über 4 Dollar pro Gallone gestiegen ist, was einen anhaltenden Druck auf die Verbraucherbudgets und die Betriebskosten für Unternehmen signalisiert, die auf Transport und Energie angewiesen sind.
Die großen Ölkonzerne warnten ausdrücklich davor, dass die weltweiten Lieferungen von Diesel und anderen raffinierten Produkten voraussichtlich knapp bleiben werden. Diese erwartete Knappheit auf dem Markt für raffinierte Produkte ist ein entscheidender Faktor, der zu den erhöhten Preisen an der Zapfsäule und in verschiedenen Industriesektoren beitragt, von der Logistik bis zur Landwirtschaft, die stark von diesen wesentlichen Kraftstoffen für ihren Betrieb abhängen.
Die Einschätzung von Exxon und Chevron unterstreicht ein herausforderndes Marktumfeld, in dem fundamentale Angebotsengpässe und nicht allein geopolitische Ereignisse voraussichtlich die Haupttreiber der Kraftstoffkosten sein werden. Ihre gemeinsame Perspektive deutet darauf hin, dass selbst eine mögliche Lösung oder Deeskalation des Iran-Krieges die zugrunde liegenden Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage, die derzeit den globalen Energiemarkt beeinflussen, möglicherweise nicht wesentlich lindern wird.
Diese vorausschauende Aussage von zwei der weltweit größten Energieunternehmen legt nahe, dass Verbraucher und Industrien sich auf eine längere Periode erhöhter Kraftstoffkosten einstellen sollten, mit begrenzter unmittelbarer Entlastung am Horizont, da die globalen Bestände an raffinierten Produkten weiterhin begrenzt bleiben.


