Frankfurt. Greg Abel, der designierte Nachfolger von Warren Buffett, hat im zweiten Quartal das viel beachtete Aktien-Portfolio von Berkshire Hathaway signifikant ausgebaut. Eine kürzlich veröffentlichte Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC enthüllt, dass Abel seine Beteiligung am Tech-Konzern Alphabet um beeindruckende 83 Prozent erhöht hat.
Diese strategische Anpassung katapultiert den Mutterkonzern von Google zur drittgrößten Position innerhalb des 324 Milliarden Dollar schweren Portfolios. Damit reiht sich Alphabet hinter den Schwergewichten Apple und American Express ein, was eine deutliche Verschiebung der Gewichtung im Depot darstellt.
Abels Aktivität beschränkte sich nicht nur auf den Technologiesektor. Die Mitteilung zeigt, dass er auch in diversen anderen Branchen Zukäufe tätigte und sich damit als deutlich kauffreudiger erweist als sein Vorgänger Warren Buffett. Diese Dynamik wurde bereits bei der Hauptversammlung im Mai sichtbar, als Abel erstmals die Leitung des Events übernahm.
Die Umstrukturierung des Berkshire-Depots unter Abels Führung signalisiert einen aktiveren Managementansatz, der sich von der oft als geduldig und zurückhaltend beschriebenen Strategie Buffetts abhebt. Die deutliche Aufstockung bei Alphabet unterstreicht zudem ein verstärktes Vertrauen in den Tech-Sektor und dessen Wachstumspotenzial.


