Frankfurt. Die Deutschen verstehen das Verhältnis von Rendite und Risiko oft nicht, was sich in einer starken Präferenz für Garantieprodukte widerspiegelt. Diese Einschätzung teilt Jan Viebig, ein anerkannter Kapitalmarktexperte, der nach sieben Jahren als Chefanlagestratege bei der Privatbank Oddo BHF nun als unabhängiger Fondsmanager tätig ist.
Viebig, habilitierter Ökonom, hat kürzlich sein Buch „Ein kleines Vermögen für alle“ veröffentlicht, in dem er Prinzipien für kluges Investieren und langfristigen Vermögensaufbau darlegt. Er gilt als einer der profiliertesten Experten Deutschlands und betont die Notwendigkeit, das eigene Anlageverhalten kritisch zu hinterfragen.
Im Rahmen eines Interviews erläutert Viebig seine Sichtweise, warum insbesondere junge Anleger voll auf Aktien setzen sollten. Er gibt zudem Einblicke, wie man gute Unternehmen identifiziert. Eine seiner zentralen Aussagen betrifft die aktuelle KI-Rallye: Viebig sieht diese Entwicklung „erst am Anfang“. Die tatsächliche Anwendung und das volle Potenzial von Künstlicher Intelligenz in der Geldanlage stünden noch ganz am Anfang.
Seine Analyse deutet darauf hin, dass trotz der jüngsten Euphorie um KI-Technologien, die substanzielle Integration und die daraus resultierenden Effekte auf die Anlagewelt noch weitgehend unerschlossen sind. Dies eröffnet langfristig neue Perspektiven für Anleger, die bereit sind, sich mit den Chancen und Herausforderungen dieser Technologie auseinanderzusetzen.


