Frankfurt. Die für Mai vorgesehenen Abstimmungen im Europäischen Parlament über den digitalen Euro werden sich voraussichtlich verzögern. Dies ist mehreren mit dem Vorgang vertrauten Personen zu Ohren gekommen. Demnach ist mit einer Bewegung in der Sache frühestens im Juni zu rechnen.
Die Verzögerung könnte Auswirkungen auf den gesamten Zeitplan des Projekts haben, da sich das Parlament nun erst später zu dem Vorhaben positionieren wird. Der digitale Euro soll, ähnlich wie Bargeld, als gesetzliches Zahlungsmittel fungieren und die Europäische Zentralbank (EZB) treibt die Entwicklung voran.
Insidern zufolge benötigen die Abgeordneten mehr Zeit, um die komplexen Fragen rund um die Einführung einer digitalen Zentralbankwährung zu prüfen und zu diskutieren. Die genauen Gründe für die benötigte zusätzliche Zeit sind bislang nicht im Detail bekannt geworden.
Die Hängepartie im EU-Parlament wirft Fragen bezüglich des weiteren Vorgehens und der finalen Ausgestaltung des digitalen Euros auf. Die EZB hatte zuletzt die Vorbereitungen intensiviert und verschiedene Aspekte der technischen und rechtlichen Umsetzung beleuchtet.


