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Rattner: Wall Street bekam von Trump, was sie wollte

Rattner: Wall Street bekam von Trump, was sie wollte

Steven Rattner, der das Milliardenvermögen von Michael Bloomberg über dessen Family-Office Willett Advisors verwaltet, zählt zu den prominentesten US-Investoren, die sich offen kritisch gegenüber der Präsidentschaft Donald Trumps äußern. Trotz seiner scharfen Verurteilung der Trump-Administration als „die korrupteste Administration in der Geschichte“, wie er im Podcast Handelsblatt Invest erklärte, legt Rattner die Gelder seines Auftraggebers weiterhin überwiegend in den Vereinigten Staaten an. Dieser scheinbare Widerspruch beleuchtet ein zentrales Dilemma, das weite Teile der Wall Street prägt und selten so explizit benannt wird.

Der 73-jährige Rattner, der seine Karriere einst als Journalist bei der „New York Times“ begann, bevor er in die Finanzwelt wechselte, verfügt über eine lange und einflussreiche Historie. Unter Präsident Barack Obama orchestrierte er als „Auto-Zar“ die staatlich geführte Insolvenz der Autohersteller General Motors (GM) und Chrysler. Seine heutige Rolle als CEO von Michael Bloombergs Family-Office Willett Advisors seit 2009 verleiht seinen Äußerungen besonderes Gewicht. Er konstatiert, dass „viele CEOs und Wall-Street-Manager Charakter, Moral und Tonalität dieser Regierung schrecklich finden: die Korruption, die Tweets, das Geschrei.“

Die moralischen und ethischen Bedenken gegenüber Trumps Regierungsstil sind demnach weit verbreitet und betreffen grundlegende Aspekte der politischen Kultur. Doch diese Vorbehalte führen laut Rattner nicht zu einer Abkehr von der Unterstützung des ehemaligen Präsidenten oder zu Reue über die einst geleistete Unterstützung. „Nur wenige bereuen, Trump unterstützt zu haben“, fasst er die Haltung der Finanzelite zusammen. Der Grund dafür ist pragmatischer Natur: Ungeachtet der persönlichen Abneigung gegen Trumps Auftreten und Politik haben die Finanzmärkte und Unternehmen von seiner Amtszeit profitiert. Die Wall Street hat demnach von Trump bekommen, was sie wollte, was die ökonomischen Vorteile über die moralischen Bedenken stellte.

Dieser Spagat zwischen moralischer Ablehnung und finanzieller Opportunität ist charakteristisch für das Verhalten vieler Akteure im US-Finanzsektor. Sie trennen offenbar strikt zwischen persönlicher Überzeugung und geschäftlichen Interessen, wobei Letztere im Zweifel Priorität genießen. Rattners offene Worte bieten einen seltenen Einblick in diese komplexe Gemengelage, die das Verhältnis zwischen Politik und Finanzwelt in den USA maßgeblich prägt und die anhaltende Anziehungskraft des US-Marktes für Investoren wie Bloomberg unterstreicht, selbst unter kontroversen politischen Bedingungen.

Dieser Artikel wurde mithilfe von KI auf Basis öffentlich zugänglicher Finanzdaten erstellt. Die Informationen können Ungenauigkeiten enthalten. Dies ist keine Finanzberatung. Konsultieren Sie vor Anlageentscheidungen stets einen qualifizierten Finanzberater.
Schlagworte: finanzmarkt investitionen steven rattner US-Politik Wall Street

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