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SuperReturn Berlin: Billionen-Gipfel trifft auf Proteste gegen Ungleichheit

SuperReturn Berlin: Billionen-Gipfel trifft auf Proteste gegen Ungleichheit

Ein hochkarätiger Private-Equity-Gipfel in Berlin, der Teilnehmer mit einem verwalteten Vermögen von über 50 Billionen Dollar (43 Billionen Euro) anzog, wurde diese Woche von vehementen Protesten begleitet. Aktivisten warfen der Branche vor, Ungleichheit zu fördern, Arbeitsplatzabbau voranzutreiben und Kosten in die Höhe zu treiben. Die SuperReturn-Konferenz, ein wichtiges Treffen für Finanzakteure auf der Suche nach hohen Renditen, wurde zum Brennpunkt der Gruppe „NoSuperReturn“, die eine Reihe von Demonstrationen in der deutschen Hauptstadt inszenierte.

Konfrontation am Wittenbergplatz

Die Proteste begannen vor dem U-Bahnhof Wittenbergplatz, wo Aktivistin Hedda Passanten über das Thema Erbschaftsreichtum informierte. Unter Berufung auf eine Analyse, die besagt, dass nur jeder vierte deutsche Milliardär Selfmade ist, fragte Hedda: „Welche Steuer kann die Regierung nutzen, um diesen durch die genetische Lotterie entstandenen übermäßigen Reichtum fair umzuverteilen?“ Die Antwort der Menge, „Erbschaftssteuer!“, wurde mit Jubel und der Verteilung goldener Schokoladenmünzen durch die NoSuperReturn-Aktivisten quittiert. Die Szene war geprägt von einem riesigen Transparent, einem Eisbären mit rosa Umhang und einer klaren Botschaft gegen ein als unfair empfundenes Wirtschaftssystem.

Das Private-Equity-Modell unter der Lupe

Der Kern der Beschwerden der Aktivisten liegt im Geschäftsmodell von Private-Equity-Firmen. Diese Firmen sammeln typischerweise Kapital von Pensionsfonds, Versicherungsgesellschaften, Banken und wohlhabenden Privatpersonen. Dieses Kapital wird dann verwendet, um Unternehmen mit dem expliziten Ziel zu kaufen, sie innerhalb von drei bis fünf Jahren wieder zu verkaufen, wobei Renditen versprochen werden, die deutlich über denen des Aktienmarktes liegen. Diese Gewinnerzielung erfolgt größtenteils durch Leveraged Buyouts, bei denen Übernahmen mit etwa 30-40 % Eigenkapital und beträchtlichen 60-70 % Fremdkapital finanziert werden. Die Private-Equity-Firma selbst trägt nur einen kleinen Anteil bei und „spielt mit dem Geld anderer Leute“, wie Rosemary Batt, emeritierte Professorin für Human Resource Studies an der Cornell University, feststellte.

Batt, die seit über 15 Jahren mit ihrer Kollegin Eileen Appelbaum die Private-Equity-Operationen untersucht, hob die inhärente Risikodynamik hervor: „Sie gehen Risiken mit dem Geld anderer Leute ein. Sie gewinnen auf der Oberseite. Sie verlieren nicht auf der Unterseite.“ Um die Anlegerrenditen weiter zu steigern, werden erworbene Unternehmen oft erheblich umstrukturiert, einschließlich Personalabbau, Veräußerung von Vermögenswerten und der Aufnahme beträchtlicher Schulden.

Wirtschaftliche Auswirkungen und sektorale Bedenken

Die Konferenzpanels bei SuperReturn konzentrierten sich häufig auf die „Wertschöpfung und Steigerung der Renditen“. Batt argumentiert jedoch, dass dieser Ansatz nachteilige Auswirkungen auf Unternehmen, Mitarbeiter, Kunden und die Gesamtwirtschaft haben kann. „Die Gewinne von Unternehmen, von produktiven Unternehmen, fließen in die Taschen von Finanzakteuren und werden nicht in die Unternehmen reinvestiert, um ihnen zu helfen, zu wachsen, innovativ zu sein und gut in der Wirtschaft zu konkurrieren“, sagte sie gegenüber der DW.

Obwohl Private Equity in fast jedem Markt tätig ist, sind ihre Praktiken im Gesundheits- und Altenpflegesektor laut Batt besonders besorgniserregend. Sie stellte fest, dass Firmen oft „mehr entnehmen, als sie investieren“. Ein Beispiel hierfür ist Alloheim, Deutschlands größte private Pflegeheimkette, die mehrfach zwischen Private-Equity-Firmen – von Star Capital Partners über die Carlyle Group bis hin zu Nordic Capital – weitergereicht wurde. Ein geplanter Verkauf durch Nordic Capital wurde 2024 aufgrund schwieriger Marktbedingungen gestoppt, was den auf der Konferenz häufig wiederholten „Exit-Rückstau“ verdeutlicht.

Darüber hinaus stellt Batts Forschung die Versprechen der Branche von exorbitanten Renditen in Frage. „Der Medianfonds hat den Aktienmarkt seit dem Jahrgang 2006 nicht mehr geschlagen“, erklärte sie. Ihre Studien zeigen auch, dass Unternehmen, die von Private-Equity-Übernahmen betroffen sind, „etwa 20 % höhere Insolvenzraten“ aufweisen als durchschnittliche börsennotierte Unternehmen.

Volatilität als strategischer Vorteil

Trotz Marktherausforderungen wie dem „Exit-Rückstau“ zeigte sich bei den SuperReturn-Panelisten eine andere Perspektive hinsichtlich der Marktvolatilität. Ein Panelist erklärte: „Volatilität ist unser Freund“, und verwies auf neue Möglichkeiten. Ein anderer verglich die letzten Jahre mit den „Hunger Games“, unter Bezugnahme auf die COVID-19-Pandemie, Russlands Invasion in der Ukraine sowie Spannungen im Nahen Osten und der Straße von Hormus.

Die deutsche Verteidigungsindustrie wurde als „Lichtblick“ für Investoren hervorgehoben. Laut dem Manager eines deutschen Private-Equity-Fonds stellen die derzeit verfügbaren erheblichen staatlichen Mittel, die voraussichtlich weitere 10 bis 20 Jahre fließen werden, einen Segen dar. Eine amerikanische Firma mit jahrzehntelanger Beteiligung an Verteidigungsaufträgen berichtete, ihr investiertes Geld verdreifacht zu haben, was die lukrative Natur dieses Sektors inmitten globaler Instabilität unterstreicht.

Ein Ruf nach Systemwandel

Im Verlauf der Konferenz intensivierten die NoSuperReturn-Aktivisten ihre Demonstrationen. Am dritten Tag erklärten sie den Bereich vor dem Konferenzhotel zur „toxischen Zone“ und versuchten, den Zutritt für Teilnehmer zu blockieren. Einige trugen gelbe Schutzanzüge und Gasmasken, während andere, in Anzügen gekleidet, auf der Straße lagen und Opfer eines Wirtschaftssystems simulierten, das Profit über das Leben stellt. Die Polizei griff schnell ein, um den Bereich zu räumen.

Dominik Lange, ein Sprecher der Gruppe, formulierte ihr übergeordnetes Ziel: „Wir wollen einen Mentalitätswandel. Für eine Wirtschaft, die ein gutes Leben für alle sichert.“ Ihr letzter Protest umfasste etwa 200 Menschen, die lärmend durch die Straßen zogen und symbolische Figuren wie ein als Lobbyisten verkleidetes Trio, eine Drachenpuppe, den Eisbären mit rosa Umhang und drei aufgeblasene Elefanten mit einem Transparent, auf dem stand: „Der Elefant im Raum: Besteuerung der Reichen“, zeigten. Die anhaltenden Proteste unterstrichen eine tiefe gesellschaftliche Spaltung über die Vermögensverteilung und die Rolle von Finanzinstitutionen bei der Gestaltung wirtschaftlicher Ergebnisse.

This article was generated with AI assistance based on public financial sources. Information may contain inaccuracies. This is not financial advice. Always consult a qualified financial advisor before making investment decisions.
Tags: berlin summit Finanzmärkte private equity protests wealth inequality

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