Deutsche Unternehmen zeigen sich bei der Aufnahme neuer Bankkredite zurückhaltender als von der Förderbank KfW und Finanzexperten erwartet. Im ersten Quartal verzeichnete das Geschäft mit Neukrediten für Unternehmen und Selbstständige bei Banken und Sparkassen lediglich ein Wachstum von einem Prozent, wie aus dem aktuellen Kreditmarktausblick der KfW hervorgehoben wird.
Diese Entwicklung, die vierteljährlich exklusiv für das Handelsblatt erstellt wird, deutet auf eine gedämpfte Investitionsbereitschaft hin. Zwar rechnet die KfW im zweiten Quartal mit einer anziehenden Kreditnachfrage, die Gründe dafür sind jedoch nicht positiv. Die anhaltende Krise im Nahen Osten und die daraus resultierende Unsicherheit sowie die Energiepreiskrise, die durch Konflikte wie den Iran-Krieg angeheizt wird, treiben die Ausgaben der Firmen nach oben und hemmen gleichzeitig das Kreditgeschäft.
Die geopolitischen Spannungen und die damit verbundenen wirtschaftlichen Verwerfungen führen zu einer erhöhten Vorsicht bei der Kreditvergabe und -aufnahme. Unternehmen sehen sich mit steigenden Kosten und unvorhersehbaren Marktentwicklungen konfrontiert, was Investitionsentscheidungen erschwert.


